Chronik

DJK-SG 1963 e.V. St. Ingbert

Als am 07.10.1963 eine Frauengymnastikgruppe als eigenständige und unabhängige DJK-Frauen-Sport-Abteilung (DJK-FSA) der DJK St. Ingbert gegründet wurde, konnte niemand ahnen was aus dieser kleinen Gruppe von 15 Frauen einmal werden würde. Angefangen hatte alles mit einer Gymnastikstunde mittwochs, zunächst im Saal des Stadtbades, später dann in der Ludwigschule. Diese Gruppe besteht heute noch und wird seit 1965 von Ursula Wellner geleitet. Bereits 1966 konnte man das Angebot um eine Kinderturnstunde erweitern. Die Mitgliederzahl der ersten Damengymnastikgruppe stieg  ständig,  so dass 1968 eine weitere Gruppe in der Albert-Weisgerber-Schule eingerichtet wurde. Hedwig Geßer und Ursula Wellner erwarben 1968 in der DJK Sportschule Münster die Übungs-leiterlizenz A, um die Frauen und Kinder in den Turnstunden auch sach- und fachgerecht unterrichten zu können. Bis heute ist die DJK-SG diesem Prinzip treu geblieben: Nur ausgebildete Übungs-leiter, die sich in Lehrgängen ständig weiterbilden, halten die Sportstunden.

Aus der DJK-FSA wurde am 01.07.1970 auf Beschluss der Mitgliederversammlung ein eigener Verein mit dem Namen

„DJK Sportgemeinschaft 1963 St. Ingbert e.V.“.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein bereits 315 Mitglieder. Der neugewählte Vorstand, immer noch unter der Leitung von Hedwig Geßer, entwickelte weitere Aktivitäten. So feierte man 1971 die erste Kinderfaschingsveranstaltung in der Donauschenke und zog später aus Platzgründen in die Stadthalle um.  Auch heute ist dieses närrische Treiben nach wie vor  ein Markenzeichen der DJK-SG im Veranstaltungskalender der Stadt St. Ingbert. 1973 zählte man bereits 560  Mitglieder in allen Altersstufen. Das Angebot der DJK-SG umfasste zu diesem Zeitpunkt bereits 16 verschiedene Turn-gruppen. Nach Fertigstellung der Rischbachschule war ein vermehr-tes  Raumangebot vorhanden, was u. a.  zur Entstehung einer Männer-gruppe und einer männlichen Jugendgruppe führte. Beide unter dem Motto „Sport und Spiel“ mit dem Trainer Heinrich Wellner. Diese Gruppen existieren bis heute. Das Angebot der DJK-SG umfasste zu diesem Zeitpunkt bereits 16 verschiedene Turngruppen.

Der erste Versuch einer Vereinsdarstellung fand im Jahre 1973 anlässlich des 10-jährigen Bestehens in Form einer Turnschau statt, damals noch im Karlsbergsaal. Diese Veranstaltung hat mittlerweile einen festen Platz im Vereinsleben. Sie findet im zweijährigen Turnus in der Ingobertushalle statt. Kreative Arbeit war das Erfolgsrezept und mit dem Einstudieren von Tänzen legte man den Grundstein für die Entstehung der Wettkampfgruppen. Sowohl im Turnerjugendgruppenwettstreit als auch in der Gruppe Gymnastik & Tanz wurden die ersten Landesmeistertitel errungen. Die Gruppe Monika Eller schaffte es in einem Jahr bei fünf Starts fünf erste Plätze zu belegen. Bis heute nehmen die Gruppen der DJK-SG erfolgreich an Wettkämpfen auf Landes- und Bundesebene teil – ein Beweis der guten Basisarbeit des Vereins.

1975 beteiligte sich die DJK-SG als erster St. Ingberter Verein beim ersten bundesweiten „Trimm-Trab“ ins Grüne. Von nun an wurde wöchentlich gelaufen und der DJK-SG-Lauftreff gegründet. Erste Lauftreffleiterin war Hedwig Geßer, deren Nachfolgerin ab März 1979 Hannelore Marx war. Seit 1980 ist die DJK-SG Ausrichter eines internationalen Volkslaufes. Der St. Ingberter Stadtlauf fand dieses Jahr zum 34. Male statt.

1979 wurde die Abteilung „Wanderfreunde“ gegründet, die bis heute von Elisabeth Zintel geleitet wird. Es wird einmal im Monat gewan-dert und jährlich findet eine Wanderfahrt der Frauen statt.

Ab November 1980 wurde in der DJK-SG eine weitere Sportart „Skilanglauf“ unter der Leitung von Hannelore & Reiner Marx angeboten. Bei den DJK Winterspielen in Pfronten vertraten Hannelore & Reiner Marx zum ersten Mal den Verein. Vier Jahre später – im Bayrischen Wald – waren es bereits neun Langläufer. Anfang 1986 legten beide einen Lehrgang für Skiübungsleiter-Oberstufe ab und gehörten von dort an zu den Mitarbeitern der saarländischen Skischule. Im Jahre 1982 fand im Verein die erste dreitägige Bildungsreise nach Prag statt und es folgten weitere 17 Reisen durch Deutschland und Europa.

Den größten Mitgliederzuwachs innerhalb des Jahres 1983 brachte die von Presse, Funk und Fernsehen ausgelöste Aerobicwelle. Die DJK-SG war der erste saarländische Verein, der Aerobic in sein Trainingsprogramm aufnahm. Ursula Wellner absolvierte die ent-sprechende Ausbildung und gab das Aerobicfieber mit großem Erfolg und Begeisterung an die Teilnehmer weiter. Die Zahl der Mitglieder stieg von 906 auf 1202 an. Der Verein erweiterte ständig sein sport-liches Programm. Nach der Ski- und Konditionsgymnastik wurden individuelles Fitnesstraining und eine Volleyballgruppe aufgenommen. Hier konnten sowohl Männer als auch Frauen teilnehmen.

1985 weihte Bischof Dr. Anton Schlembach unser erstes Vereins-banner beim DJK Diözesanverbandstag in Bexbach. Ein Höhepunkt im Jahre 1987 war die Reise einer Gymnastikgruppe zum Papstbesuch nach Speyer und deren Bändergymnastik in der Fußgängerzone.

1989 wurde die DJK-SG mit 1640 Mitgliedern zum größten Verein im DJK Diözesanverband Speyer und im Turngau Saarpfalz des saar-ländischen Turnerbundes. Mit der Aufnahme der Wirbelsäulen-gymnastik (Übungsleiterin Hedwig Geßer) wurden die ersten Schritte in Richtung Gesundheitssport gemacht. Ebenfalls wurde die erste Sportabzeichenaktion auf dem Wallerfeldsportplatz gestartet.

Die Abteilung Triathlon wurde gegründet und begann mit ihrer Arbeit. Dieser Ausdauerdreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen fand bei Aktiven, Senioren und Kindern großen Anklang. Einige Triathleten schafften bislang die Aufnahme in den Landeskader der saarländischen Triathlonunion.  Im Jubiläumsjahr wurde bereits die 13. Triathlonveranstaltung rund um „das blau“ durchgeführt.

1992 führte die Statistik 1947 Mitglieder, 31 Übungsleiter/innen und es erschien zum ersten Mal die Vereinszeitung „DJK News“.
Als erster saarländischer Verein erhielt die DJK-SG 1995 die Aus-zeichnung „Pluspunkt Gesundheit“ als Gütesiegel des Deutschen Turnerbundes. Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung des „Vereins zur Förderung der Jugendarbeit in der DJK-SG 1963 St. Ingbert e.V.“.

Die Abteilung Leichtathletik gründete 1996 mit der DJK Erbach die „LG DJK Erbach-SG St. Ingbert“. Aufgrund der gestiegenen Mitglie-derzahlen (2166) und der anfallenden Verwaltungsarbeit fasste man am 03.09.1997 in einer ersten außerordentlichen Mitgliederversamm-lung den einstimmigen Beschluss zum Kauf einer Immobilie in der Kirchengasse 11-13. Der Einzug in die eigenen Räumlichkeiten fand am 30.04.1998 statt. Fortan nutzte man den Clubraum für neue Kurs-angebote wie z.B. Stepp-Aerobic, Bauch-Beine-Po, Bauchtanz, Hip Hop, Gripsgymnastik und Pilates, Versammlungen und Sitzungen.

1999 wurde die DJK-SG mit 2261 Mitgliedern zum drittgrößten saar-ländischen Sportverein. Im gleichen Jahr wurde die eigene Vereins-skischule eröffnet. Bei der Jahresmitgliederversammlung am 01.03.2002 gab Hedwig Geßer nach 39 Jahren den Staffelstab an Ursula Hager weiter.

Die Versammlung dankte Hedwig Geßer für  jahrzehntelanges,  außerordentliches Engagement für den Verein und wählte sie zur Ehrenvorsitzenden.
Im Jubiläumsjahr 2003 durfte die DJK-SG Ausrichter des Diözesan-verbandstages der DJK  DV Speyer sein. Gemeinsam mit den DJK-Vereinen der Diözese Speyer feierte sie einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Hildegard .Die Tagung der Delegierten fand in der Stadthalle einen würdigen Rahmen.

Im gleichen Jahr wurde aufgrund der hervorragenden Jugendarbeit im Bereich der Leichtathletik unter Trainer Manfred Kohler dem Verein der Hermann Neuberger Preis verliehen.
Im Jahr 2006 erreichte man den Höchststand an Mitgliedern mit 2344 gemeldeten Mitgliedern und wurde mitgliederstärkster Sportverein im Saarland.

Die DJK-SG beteiligt sich seit dem ersten Stadtfest an diesem Event im gesellschaftlichen Leben der Stadt St. Ingbert mit einem eigenen Stand, der inzwischen von der DJK-Jugend durch einen eigenen Cocktailstand ergänzt wird.
Bereits mehrere Jahre, bevor der Sportbund St. Ingbert gegründet wurde, schloss sich die DJK-SG mit weiteren Vereinen zu einem Bündnis zusammen, das sich die jährliche Ehrung für erfolgreiche Sportler zur Aufgabe gemacht hat. Diese Sportlerehrung wird heute noch vom Sportbund in der Stadthalle veranstaltet. Die Sportler-innen und Sportler der DJK-SG sind auch hier sehr erfolgreich mit  jährlich über 100 Teilnehmern vertreten.

Die DJK-Vereine leben den Fair-Play-Gedanken im Sport und in der Gemeinschaft. Ende letzten Jahres schloss sich die Mannschaft „Ooups“ mit der Sportart Ultimate Frisbee der DJK-SG St. Ingbert an. Ein vorbildlicher Mannschaftssport ohne Schiedsrichter, der sich zunehmender Popularität erfreut und mit vollem Elan voran getrieben wird.

Den außersportlichen Bereich im Verein deckt die gut aufgestellte Jugendabteilung mit vielen Angeboten ab. Hier wird das Motto „Sport und mehr“ in Taten umgesetzt. Eine besondere Auszeichnung erhielt der Verein 2008 mit dem Gewinn des bundesweiten KSM-Preises (Kinder stark machen) für erfolgreiche Jugendarbeit. Die Jugend von heute ist die Zukunft von morgen, deswegen ist das Engagement in diesem Bereich außerordentlich hoch und von großer Wichtigkeit.

Bis heute können die Vereinsmitglieder eine Vielzahl an Trainings-angeboten nutzen. Von A wie Aroha, B wie Babyschwimmen bis Z wie Zumba.

Fangt mit dem Sandkorn an, wenn ihr den Berg haben wollt.

Der Berg ist gewaltiger,

doch ohne Sandkorn wächst kein Berg.

 

Fangt mit dem Funken an, wenn ihr das Licht haben wollt.

Das Licht ist gewaltiger,

doch ohne Funken entsteht kein Licht.

 

Fangt mit dem Tropfen an, wenn ihr das Meer haben wollt.

Das Meer ist gewaltiger,

doch ohne Tropfen wird kein Meer.

(Momente der Besinnung – das „Mehr“ der DJK Hrsg: Wolfgang Zalfen – Münster 1998, S.121)

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